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Curacao – das türkis-blaue Paradies

mode_editKai Brixius / date_rangeApril 22, 2019

Wer A sagt, muss auch B sagen. So sagt es ein deutsches Sprichwort. Doch warum nicht einfach mal C wählen? So machten wir es mit Curacao, die dritte im Bunde der niederländischen ABC-Inseln, neben Aruba und Bonaire.

Wir starteten Anfang Januar und nach gut zehneinhalb Stunden Flug von Frankfurt aus erreichten wir den Flughafen Hato auf der knapp 60×15 km großen Inseln vor der Nordküste Südamerikas. Für die Einreise reicht ein noch mindestens halbes Jahr gültiger Reisepass, außerdem füllt man eine Einreisekarte aus, was vorab aber auch bequem online erledigt werden kann. Dort angekommen nahmen wir unsere Koffer, sowie den bereits gebuchten Mietwagen in Empfang.

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Reisebericht_Curacao_Grosse_Knip

Innerhalb einer guten halben Stunde erreichten wir unsere Unterkunft, die Kura Hulanda Lodge in Westpunt. Der erste Blick von unserer 71qm großen Meerblick-Suite bot uns einen herrlichen Sonnenuntergang. Wer türkisblaues Wasser, weiße Strände und karibische Temperaturen erwartet, kommt an der Westküste von Curacao voll auf seine Kosten. Während der Süden doch eher etwas touristischer und strukturierter wirkt, bietet der Nordwesten grüne Vegetation und traumhafte kleine Buchten.

Reisebericht_Curacao_Playa_Jeremi

Jede ist auf ihre eigene Art einzigartig. Doch immer lädt das ganzjährig warme Meerwasser zum Baden und Schnorcheln ein und der hier sehr hohe Salzgehalt trägt auch weniger geübte Schwimmer sicher auf der Wasseroberfläche. Allerdings ist auch ein Blick unter diese absolut lohnenswert. Das kristallklare Wasser bietet gute Sicht auf den sandigen weißen Untergrund, so dass man das Gefühl von Schwerelosigkeit erhält. Majestätisch anmutende (Riesen-)Schildkröten, die allmorgendlich zum Frühstück in die Bucht Playa Piscado kommen sind neben Aalen, Moränen und vielen anderen farbenfrohen Fischen und Korallen nur ein Bruchteil der zu bestaunenden Unterwasserwelt. Mein absolutes Highlight war ein gigantischer Schwarm Heringe oder Makrelen, der mich quasi umzingelt hat und minutenlang um mich herum, an mir vorbei über mich drüber oder unter mir durch geschwommen ist.

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Was man auf jeden Fall erledigen sollte ist der Aufstieg zum Mount St. Christoffel. Die höchste Erhebung der Insel misst zwar nur 375 m, der Aufstieg dauert aber vom Eingang des Nationalparks bis zum Gipfel eine gute Stunde. Über ausreichend Trinkwasser, sowie eine gute Grundkondition sollte man schon verfügen. Die „Stufen“ im oberen Drittel zwingen einen manchmal auf die Knie und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dafür wird man endlich oben angekommen aber mit einem grandiosen Ausblick über die ganze Insel belohnt. Früh zu sein lohnt sich. Der Aufstieg ist aus wettertechnischen Gründen auch nur zwischen 6 Uhr und 11 Uhr erlaubt. Danach werden die Temperaturen ganzjährig so warm, dass das Risiko für den Aufstieg zu groß wird.

Reisebericht_Curacao_St_Christoffel

Neben der Natur sollte aber auch Kultur nicht zu kurz kommen. Dafür eignet sich die Hauptstadt Willemstad, die sich durch die Einfahrt zum Binnenhafen in zwei Teile, Punda und Otrabanda (übersetzt: anderes Ufer) unterteilt. Die beiden Stadtteile werden durch die bewegliche und schwimmende Königin-Emma-Brücke verbunden. Der Teil Punda mit seiner pittoresken Häuserfront gehört zum UNESCO Kulturerbe. Der Floating Market mit seinen aus dem nahegelegenen Venezuela kommenden Obst- und Gemüsekuttern ist sicherlich einer der Sehenswürdigkeiten dort. Schade ist, dass durch die riesigen Kreuzfahrtschiffe, die kleine Altstadt tageweise mit Touristen geflutet wird. Dennoch findet man immer auch ruhigere und abgeschiedene Orte.

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Uns persönlich hat es sowieso meistens Richtung Nordwesten an die Küsten gezogen. Auf dem Rückweg über eine Ausweichroute passierten wir den kleinen Ort St. Willibrordus, scherzhaft auch WILLIWOOD genannt, weil dort mal ein Musikvideo gedreht wurde. Sehenswert sind dort die in freier Wildbahn lebenden Flamingos. Die flachen Binnengewässer bieten den rosa Vögeln eine gute Nahrungsgrundlage. Weiter auf der Fahrt bogen wir in Soto nochmal links zur Küste ab. Die Straße mäandert einige Kilometer zum fast verlassenen Strand Santa Martha. Hier liegt das Wrack eines kleinen Sportflugzeugs, das man auch als Schnorchler noch gut erkennen kann. Danach besuchten wir noch diverse weitere Buchten, wie die kleine und große Knip, Playa Jeremi, Playa Lagun und die Hotelbucht Playa Kalki. Diese wird auch aufgrund ihrer fantastischen Unterwasserwelt „Alice im Wunderland“ genannt.

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So viel Schnorcheln und Schwimmen macht hungrig. Natürlich wollten wir etwas Landestypisches probieren und nahmen die Empfehlung Leguan gerne an. Der Geschmack erinnert ein wenig an Hähnchen. Dazu trinkt man am besten ein kühles Bier oder, was auf Curacao auch nicht fehlen sollte, Blue Curaco. Der blaue, etwas herbe Likör auf Basis von Bitterorangen wird gerne in Kombination mit Fruchtsäften auf Eis getrunken. Für mich war die Reise nach Curacao ein Abstecher ins Paradies und wir waren wohl noch nicht zum letzten Mal dort…

Über den Autor

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Markus Krämer hat sein Hobby Reisen zum Beruf gemacht und ist mittlerweile fast 20 Jahre in der Reisebranche tätig.

Gerne verlebt er Kurztrips in Köln, insbesondere zur fünften Jahreszeit. Gegenüber anderen Kulturen und neuen Reisezielen ist er immer aufgeschlossen um seinen Horizont zu erweitern und die leeren Flecken auf der Landkarte zu füllen.