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Irland – Ganz verzaubert von der grünen Insel

mode_editChristina Kaden / date_rangeMärz 25, 2019

Endlich angekommen! So fühlten wir uns, als wir das erste Mal irischen Boden unter den Füßen spürten. Der Flughafen in Kerry war winziger als wir ihn uns vorgestellt hatten, aber umso schneller bekamen wir unsere Koffer und konnten den Flughafen verlassen, um vom typischen irischen Wetter begrüßt zu werden. Es regnete, wie konnte es auch anders sein? Unsere gute Stimmung ließen wir uns trotzdem nicht vermiesen und steuerten auf die Mietwagenstation zu. Nach einem kurzen, freundlichen Plausch mit der Angestellten, saßen wir in unserem Wagen – einem Linkslenker – und mussten diesen unfallfrei an unseren Zielort, Glenbeigh steuern. Wir meisterten diese Herausforderung ganz gut, wenn man bedenkt, wie wenig ausgebaut die kleinen idyllischen Sträßchen von einem Ort zum anderen waren und wir links in den Kreisverkehr fahren mussten.

Angekommen bei unseren Vermietern, wurden wir auf einen Tee eingeladen und bekamen den Schlüssel für unser Cottage sowie tolle Tipps für unseren Aufenthalt auf der grünen Insel. Nachdem wir uns bedankt hatten, machten wir uns wieder auf den Weg zu unserem idyllischen Cottage, das sich inmitten von Apfelbäumen eingebettet, befand. Fast schon ehrfürchtig schlossen wir die Tür auf und sahen uns in der kleinen heimeligen Hütte um. Das Cottage war mit liebevollen Details geschmückt und ein knisterndes Feuer im Kamin empfing uns. Wir packten erst einmal aus und machten uns dann auf den Weg nach Killarney, um die Stadt ein wenig zu erkunden und uns mit Boxty, einem traditionellen irischen Kartoffelpfannkuchen, zu stärken.  Nach der Besichtigung der St. Mary-Kathedrale, die zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Killarneys zählt, kehrten wir in der Deenagh Lodge, einer Teestube, ein, die ein beliebter Treffpunkt nach einem Rundgang durch die Stadt ist. Nach unserer Rückkehr ins Cottage, planten wir unseren ersten großen Ausflug im Land der Kobolde und Feen. Müde sanken wir danach ins Bett und schliefen tief und fest bis zum nächsten Morgen.

Nachdem uns die Sonne wachgekitzelt hatte, sprangen wir aus unserem Bett, bereiteten uns ein typisch irisches Frühstück zu und machten uns dann auf den Weg, um den Ring of Kerry, zu entdecken. Unser erster Halt führte uns zum Rossbeigh Sandstrand, wo wir tatsächlich einige Menschen im Wasser vorfanden, was uns ehrlich gesagt kalte Schauer über den Rücken jagte, da der Wind erbarmungslos pfiff. Die Iren sind scheinbar etwas abgehärteter, als wir es sind. Wir genossen noch ein wenig den Blick aufs Meer, um dann weiter nach Waterville, dem Lieblingsurlaubsort von Charlie Chaplin, aufzubrechen. Auf dem Weg nach Waterville schlängelte sich die Straße durch zerklüftete Landschaften. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte, so haben mich das satte Grün der Umgebung und das leuchtende Blau des Ozeans gefangen genommen. Im Dorf selbst wurde uns schnell deutlich, warum der fantastische Küstenort so beliebt ist: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Golfen und Angeln.  Nachdem wir am Meer entlang geschlendert waren und Postkarten gekauft hatten, fuhren wir weiter. Die Landschaft Richtung Sneem war atemberaubend schön und wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Sneem ist ein kleines Dörfchen, das sich perfekt für ein  Postkartenmotiv eignet. Die gepflegten, bunten Häuser um den Dorfplatz hatten ihren ganz eigenen Charme. Nach einer kleinen Stärkung mit Fish & Chips ging es weiter.

Nachdem wir Sneem verlassen hatten, änderte sich die Landschaft drastisch und führte uns nun mitten durch wunderschöne Wälder direkt in die historische Stadt Kenmare. In Kenmare verbinden sich traditioneller Charme und moderne Lässigkeit. Wir stöberten durch einige Buchgeschäfte und Antiquitätenläden und kosteten in einem Delikatessenladen leckere Meeresfrüchte.

Nun führte uns unsere Reise durch traumhaft schöne Gebirgspässe zu Moll´s Gap und dann weiter zum Killarney National Park. Vom Aussichtspunkt Ladies View hatten wir einen traumhaften Überblick über die Seen von Killarney. Nachdem wir Muckross House erreicht hatten, begannen wir den Park zu erkunden und stießen dabei am östlichen Ufer des Lugh Leane auf die gut erhaltenen Ruinen der Muckross Abbey. Selbstverständlich schlenderten wir durch die alte Klosteranlage und warfen einen Blick auf den angrenzenden Friedhof, welcher auch heute noch als letzte Ruhestätte genutzt wird. Nach einer ca. 60 minütigen Wanderung erreichten wir den Torc Wasserfall, der zweifelsohne ein weiteres Highlight des Killarney National Parks darstellt. Wir stiegen an der Flanke des Wasserfalls ca. 100 Stufen hinauf und konnten als Belohnung einen wunderschönen Blick über den Muckross Lake genießen.

Nachdem wir den Killarney Nationalpark verlassen hatten, kehrten wir noch im „The Red Fox Inn“ ein, um ein Guinness zu trinken und Shepherd´s Pie, ein traditionelles Gericht aus Hackfleisch und Kartoffelbrei zu essen. Glücklich und zufrieden, wenn auch absolut geschafft, kehrten wir danach in unser Cottage zurück.

Selbstverständlich durften wir noch viele andere schöne Seiten der grünen Insel kennenlernen. Unser Highlight war allerdings der Ring of Kerry. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Über die Autorin

Christina Kaden

Christina Kaden, die musikbegeisterte Kreuzfahrtliebhaberin, bereist besonders gerne Irland und alle skandinavischen Länder. Sie ist oft unterwegs und stets auf der Suche nach neuen Abenteuern. Leinen los…!