Titelbild Thailand 7

Thailand: Beeindruckende Volksfeste genießen (Teil 3)

mode_editChristina Street / date_rangeOktober 01, 2018

Wer kulturbegeistert oder länger in Thailand unterwegs ist, sollte unbedingt in den Norden Thailands reisen. „Chiang Mai“ wird als die Kulturhochburg Thailands bezeichnet. Hier findet man buddhistische Tempel direkt am Dschungelrand; Buddha-Statuen und goldene Dächer ragen beeindruckend in die Höhe.

Im außergewöhnlichen Nationalpark „Doi Inthanon“ wandert man durch einen regenwaltartigen Dschungel und genießt den Anblick atemberaubender Wasserfälle, die die Felsen hinabstürzen. „Chiang Mai“ hat viel zu bieten, was typisch thailändisch ist. Man kann beispielsweise die Dörfer im Umkreis besuchen und alles über die „Kayan Lahwi“-Frauen erfahren, die ihre Hälse über jahrzehnte hinweg mit goldenen Ringen verlängern. Außerdem sah ich Elefanten in freier Wildbahn. Einfach atemberaubend.

 

Wer sich traut: die Thaimassage

Achtung, Achtung! Die Thaimassage ist nichts für schwache Nerven. Entgegen der wohligen Knetkur in unseren Breitengraden bietet die Thaimassage in Thailand keine Entspannung. Ganz im Gegenteil. Wer eine Thaimassage bucht, wird ordentlich verbogen. Basierend auf Akupressur und Yoga-Streckübungen wird der Körper gedreht, gedrückt, gedehnt. Es knackt. Es tut weh. Manchmal kommt man ganz schön ins Schwitzen oder verdrückt sogar ein paar Tränen dabei. Ist die Thaimassage einmal vorbei, fühlt sich der Körper aber an wie neu.

Aus medizinischer Sicht regt die Thaimassage die Blutzirkulation an, lockert die Gelenke und entspannt die Muskulatur. Wer es, wie ich, lieber etwas sanfter mag, fragt nach einer „Swedish Massage“. Unter der schwedischen Massage versteht man in Thailand klassisches, entspannendes Durchkneten, da diese Art Massage von einem Physiologen in Schweden erfunden wurde. Bei der schwedischen Massage lässt es sich auf jeden Fall besser entspannen als bei der schmerzhaften Thaimassage.

 

Termine, Termine: Wasserschlacht & Laternenfest

Es gibt drei wichtige Termine, zu denen man unbedingt einmal in Thailand gewesen sein muss: „Songkran“, „Yee Peng“ und „Loy Krathong“. Jedes Jahr zum thailändischen Neujahrsfest „Songkran“ findet eine große Wasserschlacht auf den Straßen Thailands statt. Das ist kein Scherz. Und auch kein Kindergeburtstag, sondern ganz ernst gemeint – und mit viel Spaß verbunden. Jung und Alt versammeln sich auf den Straßen Thailands zu Songkran jährlich am 13. April und gießen jedem, der vorbeikommt, Wasser über den Kopf. Dabei kommt es zu einer lustigen Wasserschlacht.

Ob mit Wasserpistole oder Eimer – wer auf die Straße geht, wird nass gespritzt. Wasser wird als spirituell reinigende Flüssigkeit angesehen, die vom Unglück des letzten Jahres befreit und für das neue Jahr segnet. Für das nächste Mal würde ich meine kleine Wasserflasche frühzeitig gegen einen Super Soaker eintauschen. Da kommt niemand trocken nach Hause.

„Yee Peng“ ist eine Zeremonie im Norden Thailands, vor allem bekannt durch das berühmte Laternenfest in Chiang Mai. Es findet immer zum zwölften Vollmond statt, meistens Mitte November. Tausende Laternen werden zeitgleich gen Himmel geschickt und schweben leuchtend zu den Sternen. Es ist ein traumhaftes Spektakel, bei dem man die Laternen mit guten Wünschen für die Zukunft steigen lässt.

„Loy Krathong“ findet zeitgleich mit „Yee Peng“ statt, allerdings eher im zentralen Thailand rund um Bangkok. Dabei wird die Göttin des Wassers gefeiert. Kleine Schiffchen werden aus Bananenblättern gezaubert und mit Kerzen, Blumen und Räucherstäbchen auf die Kanäle und Flüsse gesetzt.

Thailand hat für jeden etwas zu bieten: Ob entspannender Strandurlaub, Kultur und Geschichte oder Natur pur. Jede Ecke ist neu und anders, das Essen ist überall absolut fabelhaft und es gibt so viel außerhalb der Touristenschauplätze zu entdecken. Man muss nur losziehen und das Abenteuer finden.

 

Über die Autorin

Christina Street ist Jetsetterin, Weltenbummlerin und Expat. Ihre Lieblingsdestination ist Südostasien. Sie hat auf ihren Reisen Machu Picchu erklommen, Heuschrecken in Thailand gegessen, und ist mit Riesenrochen auf Bali geschwommen. Christina ist immer auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und stellt ihre Abenteuer in unseren Magmapool Reiseberichten vor. Christina lebt mit ihrem Mann in Melbourne, Australien.